Historisches

 

Geschichtliche Aspekte der Musikgesellschaft, Rückblenden aus den Vereinsberichten der Präsidenten:

2000 - 2013

Rückblende aus den Jahresberichten der Vereins-Präsidenten 2000 - 2013

2000

Es ist ein Rückgang der Geburtstagsständchen festzustellen. Von 30 Jubilaren wurde 1 Konzert abgehalten.
Robert Rüegsegger teilt mit, dass er den Dirigentenposten der MGD definitiv übernehmen werde.
Die Vorbereitungen auf das Winzerfest sind sehr intensiv:

  • Donnertag Marschmusikprobe
  • Freitag Einrichten des Trompetenkelllers
  • Samstag Betrieb des Winzerkellers
  • Sonntag Mitwirken am Umzug mit Marschmusik und Wagen

2001

Franz Marin(i) wurde anlässlich seines 80. Geburtstages durch die MGD zum "Feuerwehrkommandanten des Stützpunktes Altersheim" ernannt.
 Am Musiktag in Leuggern wusste der Experte zu berichten, dass er bei den ersten beiden Sätzen des Konzertstückes "zurücklehnen und geniessen" konnte. Im dritten Satz sei die MGD an die Leistungsgrenze gelangt. Diesen Ausdruck wollte der Dirigent während der Vorbereitungsphase vermeiden.

Am Musiktag in Leuggern vom 10. Juni wurden Robert Rüegsegger (Dirigent) und Marco Braccini zu Kant. Veteranen (25 Jahre aktiv) ernannt.

2002
 
Überschattet wurde dieses Jahr vom Tode unseres beliebten Fähnrichs, Luigi Da Rin (Tschischo) am 11. September.
Im kommenden Jahr werden wir am Aarg. Musikfest in Brugg teilnehmen. Es ist ein durchschnittlicher Probenbesuch von 90 % anzustreben.

2003

An der 139. Generalversammlung gratulierte der Verein Werner Holenstein und Stephan Speckert  zur Ernennung zu Eidg. Veteranen (35 Jahre aktives Musizieren) mit einem Konzert. In der palmengeschmückten Kirche boten wir am 12. April ein gehaltvolles Konzer. Es ist ein Zuhörerrückgang festzustellen.Die Vorbereitungen auf das Aarg. Kant. Musikfest prägten auch die Musikerpersönlichkeiten Andreas Spörri, Ehrendirigent der MGD, und Werner Strassmann mit einer Probengestaltung bzw. einer musikalischen Kritik.
Der Auftritt am Arg. Kant. Musikfest in Brugg am 1. Juni gelang nicht zu unserer vollen Zufriedenheit. Die Ursache am mittelmässigen Abschneiden dürfte der Nervosität und z.T. der mangelnden Erfahrung zuzuschreiben sein.
Der Auftritt anlässlich des „Serenaden-Konzertes“ vor dem Altersheim bei schönstem Sommerabendwetter am 26. Juni darf als gelungen bezeichnet werden.
Die Bundesfeier fand erstmals im Rebberg „Eichhalde“ statt. Die Feier wurde durch unsere Darbietungen mitgestaltet.
Im Hitzesommer - mit dem Heranreifen eines Jahrhundertweines -  spielte das Wetter am Winzerfest nicht mit. Wir beteiligten uns am Umzug mit Marschmusik und dem Sujet „Mit Wasserkraft gibt’s Traubensaft“ und führten wiederum den „Trompetenkeller“.
Das Herbstkonzert mit Theater fand in gewohntem Rahmen in der gut besetzten Turnhalle statt.
Am 11. November gratulierten wir Friederika Schifferle zum 100. Geburtstag im Altersheim mit einem Konzert.

2004

Höhepunkt der 140. Generalversammlung vom 9. Januar war die Ernennung unseres Ehrenmitgliedes, Kant.- und Eidg. Veteran Alfons Schifferle-Widmer, zum Ehrenpräsidenten. Diese höchste Auszeichnung eines Vereins erhielt er als Dank und Anerkennung für seine 9-jährige Präsidialzeit und frühere Vorstands- und Musikkommissionstätigkeit.
Das Konzert in der Kirche vom Palmsamstag, 3. April, mit dem Thema „Musik alter Meister“ wusste vor zahlreichen Zuhörern zu gefallen.
Wir besuchten den Kant. Musiktag in Oeschgen am 16. Mai. An dieser Veranstaltung wurde der Vater des früheren Dirigenten, Guido Näf, welcher bei Bedarf noch aktiv in unserm Verein mitwirkt, zum Kant. Ehrenveteranen (50 Jahre Treue zur Blasmusik) ernannt.
Am 14. August durfte unser Ehrenmitglied – früheres Vorstandsmitglied – Pius Zimmermann seinen 90. Geburtstag feiern. Wir gratulierten ihm mit einem Konzert im Gasth. Linde in Kleindöttingen, wo wir auch zum Mittagessen eingeladen wurden.

Die Vereinsreise führte uns am 21./22. August auf den Kerenzerberg (Trottinettabfahrt). In Quinten am Walensee genossen wir das Mittagessen. In Vaduz (Fürstentum Liechtenstein) boten wir ein Platzkonzert. Reiseziel des ersten Tages war Malbun, ein schöner Ferienort auf 1600 m.ü.M. Anderntags besuchten wir in Teufen das einem alten appenzellerischen Bauernhaus nachempfundene Restaurant. Es wurde ein Mittagessen nach altem Appenzeller-Rezept aufgetischt. In Appenzell selber genossen wir auf der Heimfahrt die Ambiance des zugleich stattfindenden Ländlerfestes. Die Musikanten erlebten zwei vergnügte Reisetage.
Das gewohnte Mitwirken am Winzerfest, Mitgestaltung von kirchlichen Feiern sowie das gut gelungene Herbstkonzert mit Theater in vollbesetzter Turnhalle rundeten das aktiv gestaltete Vereinsjahr ab.

2005


Die 141. Generalversammlung fand im Beisein unseres Ehrendirigenten Andreas Spörri statt. Unser früherer musikalischer Leiter gilt als international anerkannter „Maestro“ in der Musikszene.

Dank persönlicher Werbung der Mitglieder war das Konzert in der Kirche vom Palmsamstag, 19. März, mit dem Thema „Begegnungen“ gut besucht. Wir hoffen auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr.
Zum Kant. Musiktag in Schneisingen am 5. Juni fuhren wir mit dem „Rebbergbähnli“. Der Expertenbericht über unser Konzertstück „Peter Schmoll“ fiel positiv aus. Bei der Marschmusik hätten wir aufgrund des Gebotenen eine höhere Punktzahl erwartet.
Zur Einweihung des neuen Feuerwehr- Bauamtsmagazins konzertierten wir am 11. Juni im Festzelt.
Am 30. Juni, anlässlich des Helferfestes vom Winzerfest, wurde entschieden, nicht am Eidg. Musikfest in Luzern vom Juni 2006 teilzunehmen. Der Vorstand hat eine Alternative auszuarbeiten.
Bei bester Gesundheit konnte unsere beliebte Fahnengotte, Emmi Schifferle, am 2. Juli ihren 80. Geburtstag feiern. Es war für uns eine Ehre, ihr musikalisch zu gratulieren.
Die gemeinsame Marschmusik am Winzerfest mit der Musikgesellschaft Kleindöttingen war für uns ein Erlebnis. Es entwickelte sich ein präsentierender Marschmusik-Sound.

Die Idee des Dirigenten, Robert Rüegsegger, das Herbstkonzert als „SoliTub 05“ zu gestalten, konnte mit positiven Eindrücken verwirklicht werden. Die Bässe und 2 Gastsolisten standen dabei im Vordergrund. Die Zuhörer in der vollbesetzten Turnhalle waren begeistert. Die Gestaltung dieses Anlasses mit anschliessendem Theater hat sich bewährt.
Am 12. November mussten wir von unserem verstorbenen Ehrenmitglied, Kant. und Eidg. Veteran Oskar Schneider, Abschied nehmen. Er hat 40 Jahre unserem Verein die Treue gehalten.

2006

Anstelle des beruflich abwesenden Präsidenten, Marco Braccini leitete der Vicepräsident, Herbert Schneider, die diesjährige Generalversammlung

Für die Amtszeit 2006/2007 stellen sich alle bisherigen Vorstandsmitglieder erfreulicherweise wieder zur Verfügung. Als Vereinspräsident wurde Marco Braccini ehrenvoll wiedergewählt. Zudem wirkt mindestens ein „Praktikant“ im Vorstand mit, welcher nach einem „warm-up“ später als Vorstandsmitglied gewählt werden kann.

Nach langer Zeit konnte wieder eine weibliche Person als Aktivmitglied in den Verein aufgenommen werden. Marisa Binder stammt aus der eigenen Nachwuchsförderung. Es zeigt einmal mehr, dass auch das weibliche Geschlecht ein Blechblasinstrument spielen kann, da das Instrument mit guter Atemtechnik und nicht mit Kraftaufwand gespielt wird.  

Die MGD hat beschlossen, am Eidg. Musikfest 2006 in Luzern nicht teilzunehmen. Eine Alternative bot in musikalischer Hinsicht eine dreitägige Konzert- und Musikreise nach Ungarn. Das Gemeinschaftskonzert mit einer Musikgesellschaft ausserhalb Budapest setzte eine seriöse musikalische Vorbereitung voraus. Die Reise mit dem Flugzeug fand am 12./13. und 14. Mai  statt und war für alle ein unvergessliches Erlebnis.  

Am 3. September wirkten wir anlässlich der Jubiläumsfeier „200 Jahre Stadtmusik Klingnau“ mit.

Am Winzerfest zeigte sich der Verein wieder aktiv mit einem Wagensujet, Marschmusik und Führung des „Trompetenkellers“. Der Verein ist auf diese Einnahmenquelle im Rahmen des Finanzhaushaltes angewiesen, zumal die Gönner- und Passivmitgliederbeiträge eher rückläufig sind.

Das Unterhaltungskonzert mit dem Motto „Revival“ fand traditionsgemäss am letzten Samstag im Oktober statt.  Dem Konzert mit Theater war ein voller Erfolg beschieden.

2007

An der Generalversammlung konnten Peter Züricher, Schlagzeug, Matthias Bürli und Rolf Stehrenberger, beides Cornetspieler, als Aktivmitglieder in den Verein aufgenommen werden. Die Letztgenannten stammen aus der eigenen Nachwuchsförderung. Zwei Vereinsaustritte infolge Wohnsitzwechsels mussten zu Kenntnis genommen werden.  

Robert Rüegsegger wurde als Dirigent bestätigt. Als neuer Rechnungsrevisor wurde Ignaz Meier gewählt. Es wird angestrebt, durch konsequente Nachwuchsförderung einen Mitgliederbestand von ca. 25 Bläser/innen zu erreichen.  

Traditionsgemäss fand am 31. März das Konzert in der palmengeschmückten Kirche statt.
Als herausragendes Ereignis war das  Konzert der Swiss Army Brass Band zu bezeichnen.

Die „Botschaft“ wusste vom Konzert am 18. Mai zu berichten:

„Es war ein Konzert der Superlative, was das musikalische Niveau als auch den Publikumsaufmarsch und die Stimmung anbelangte.

Andreas SpörriFür Andreas Spörri war es nicht nur ein Abschiedskonzert als Chefdirigent dieser renommierten Band,
sondern gleichzeitig eine Art Heimspiel.“

Andreas Spörri, Ehrendirigent der MGD, hat nun endgültig die Brass Band Szene verlassen.
Er wurde u.a. als künstlerischer Leiter des Cairo Symphony Orchestra erkoren.

Es handelte sich um ein Benefizkonzert zugunsten von Dr. Beat Richner in Kambodscha. Dieser Stiftung konnte ein Betrag von Fr. 3'500 überwiesen werden.  

Am 17. Juni besuchten wir den Kant. Musiktag in Untersiggenthal, beteiligten uns am dreitägigen Winzerfest und konzertierten am 27. Oktober in der Turnhalle. Das Theater trug zu Bereicherung dieses traditionellen Anlasses bei.

Auf Ende des Vereinsjahres hat Dirigent Robert Rüegsegger aus Kleindöttingen seinen Taktstock bei der Musikgesellschaft Döttingen niedergelegt. Bis zur Festanstellung im Jahre 2001 wirkte er als Gastdirigent. Er war 8 Jahre als versierter Dirigent tätig. Die Mitglieder der MGD wünschen dem zurückgetretenen Dirigenten viel Erfolg in der neuen Herausforderung im Expertenbereich.

2008

Für die Amtszeit 2008/2009 wurde der Vorstand in seiner bisherigen Besetzung bestätigt. Es konnte noch kein Nachfolger für den zurückgetretenen Dirigenten gefunden werden. Interimsmässig hat sich Hanspeter Schelling zur Verfügung gestellt, die musikalische Leitung bis zur Wahl eines neuen Dirigenten zu übernehmen.  

Zwischenzeitlich konnte ein neuer musikalischer Leiter in der Person von Markus Hoppe aus Unteralpfen (Deutschland) gefunden werden. Der 45-jährige Dirigent aus dem Schwarzwald liess uns wissen, dass

  • er bereits mit 5 Jahren bei seinem Grossvater lernte auf der Tropete zu spielen
  • sein erster Auftritt im JAhre 1974 mit 11 Jahren mit dem Musikverein Unteralpfen, eine kleine Ortschaft oberhalb Waldshut stattfand
  • er mit 16 Jahren der Kleinformation des Musikvereins Unteralpfen "Die lustigen Steinbachtaler" heute benannt "Die Steinbacher" beigetreten ist und im Jahre 1983 deren musikalische Leitung übernam
  • er im Jahre 1986 die Dirigentenprüfung C 3 in Verbindung mit dem Goldenen Leistungsabzeichen ablegte
  • er zwischenzeitlich vom Tropetenspiel zum Euphonium wechselte
  • er im Jahre 1993 die musikalische Leitung des Musikvereins Unteralpfen D, eine Formation mit 60 aktiven Musikerinnen und Musiker übernahm
  • dass er zwischenzeitlich einige Dirigentenseminare besuchte und im Jahre 1999 zum Bezirksdirigenten vom Blasmusikverband Hochrhein gewählt wurde
  • dass die Jugendausbildung auf Blechblasinstrumenten sowie die Leitung der Jugendkapelle ebenfalls in seinen Händen liege.

Wir beabsichtigen, mit Markus Hoppe – ein Dirigent aus der Praxis – ein „Warm up“ bis zur Generalversammlung 2009 zum machen. Mit Konzerten ein Rheineck SG, am Dorf- und Jugendfest in Kleindöttingen sowie beim, Altersheim in Döttingen sind die „musikalischen Rhytmen“ bereits heiss gelaufen. Auch im zwischenmenschlichen Bereich und musikalischen Vorstellungen funktioniert die „Chemie“ Die MGD hofft auf eine längere Zusammenarbeit mit dem neuen Dirigenten.

Zum ersten Mal dirigierte uns der neue Leiter  am „Weissen Sonntag“ vom 30. März. Die musikalischen Abläufe funktionierten auf Anhieb reibungslos.

Das "Open Air Konzert" beim Altersheim fand bei zahlreichen Zuhörern mit unterhaltender (neuer) Literatur Anklang.

Aus den Vereinsaktivitäten ist der zweitägige Besuch des Chilbifäschtes in Rheineck TG am 21./22. Juni  zu erwähnen. Zwei Konzerte sowie ein Schiffsausflug auf dem Bodensee trugen zum guten Gelingen dieses Ausfluges bei.

Weitere öffentliche Auftritte rundeten die vielseitigen Vereinsgeschehnisse ab.

2009

Das Vereinsjahr 2009 erfuhr am 04. April 2009 seinen ersten Höhepunkt. In einer gut gefüllten katholischen Kirche in Döttingen konzertierte der Verein ein unterhaltsames Programm. Dirigent Markus Hoppe hat es verstanden, den Geschmack des Publikums mit seiner Stückauswahl zu treffen.

Durch den ehemaligen Döttinger Musikanten, Samuel Imhasly, wurde die Musikgesellschaft Döttingen im Juni an das Bezirksmusikfest in Fiesch eingeladen. Danke der blendenden Organisation durch Herbert Schneider machte man sich mit dem Zug auf den Weg ins Wallis. Die Mitglieder wurden dabei von den Musikanten der „lustigen Steinbachtaler“ begleitet. Diese waren für die musikalische Umrahmung des Bezirkmusikfests zuständig. Die Musikgesellschaft konnte im Wallis ein unterhaltsames und ein musikalisch erfolgreiches Wochenende erleben.

Nach dem Halbjahresabschluss anfangs Juli, der mit einem Konzert der Jugendgruppe, dirigiert von Markus Hauenstein, verbunden wurde, fingen die Vorbereitungen für das Winzerfest und Herbstkonzert an. Der Winzerfest-Umzug wurde zusammen mit der MG Kleindöttingen bei schönem Herbstwetter durchgeführt.

Das Herbstkonzert konnte mit vor einer ausverkauften Turnhalle durchgeführt. Die MG Döttingen wusste mit Ihren Musikstücken und dem passenden Gesang dazu ihr Publikum überzeugen zu können. Die Theatergruppe, unter Leitung von Esther Bugmann, wusste im Anschluss das Publikum mit einem unterhaltsamen Theaterstück dem Publikum einige Lacher zu  entlocken.

Die GV 2010 stand unter dem Zeichen des Generationenwechsels. Nach mehrjähriger Vorstandsarbeit traten Marco Braccini, Herbert Schneider und Stefan Speckert zurück.  Das Präsidium wird neu durch Martin Wäger ausgeführt. Neu in den Vorstand gewählt wurden Reto Amstutz, Fabian Bugmann und Peter Zürcher.

2010

Das Konzert in der Kirche war der erste Höhepunkt im Jahre 2010. Mit einem abwechslungsreichen Programm konnten die Zuhörer in der palmengeschmückten Kirche begeister werden. Durch den Abend führte kompetent Sonja Rubin. Mit den neuen Ständerfähnchen konnte sogar eine Premiere gefeiert werden.

Am Musiktag in Riniken konzertierte die MG Döttingen mit dem Konzertstück „Ross Roy“.  Die Marschmusik wurde gemeinsam mit der MG Kleindöttingen bestritten. Die Kritiken zu beiden Stücken waren gut bis zufriedenstellend.  

Das Platzkonzert am Altersheim am 24.Juni 2011 war sehr gut besucht. Nebst dem musikalischen Bereich trug natürlich auch das angenehme Wetter zum Erfolg bei. Der Anlass ist mittlerweile im gut etabliert und erfreut sich bester Beliebtheit.

Nach einem intensiven ersten Halbjahr, durfte man am Helferfest unserer Fahnengotte Emmy Schifferle zu Ihrem runden Geburtstags aufspielen.

Nach zehnjährigem Mitwirken luden die Mitglieder Reto Amstutz und Fabian Bugmann am 11.09.10 zu einem gemütlich Umtrunk ein.

Am Winzerfest wurde das Sujet der MG Döttingen das erste Mal von Manuel Zimmermann entworfen und erbaut.  Wie es aussieht war der Trompetenkeller dieses Jahr das letzte Mal am gewohnten Platz. Bei schönstem Wetter durften wir einen gelungenen Umzug mit der MG Kleindöttingen bestreiten und viele hungrige Mäuler mit unseren beliebten Grillraketen stopfen.

Das Herbstkonzert war gut besucht und mit einem unterhaltsamen und hochstehenden Musik-Programm konnte die MGD viele Sympathien bei den Zuhörern ernten. Mit dem Theaterstück „e würksami Rosskur“ konnte die Theatergruppe der MG Döttingen den kompletten Saal unterhalten und einen grossen Applaus zum Schluss entgegen nehmen.

An der GV 2011 wurde mit Tamara Hoppe ein junge neue Vice-Dirigentin in das Amt gewählt.  Dem abtretenden Vice-Dirigent Erich Ramser sei an diese Stelle sein langjähriger Einsatz verdankt.

2011


 Das Kirchenkonzert am 16.04. war das erste Highlight im 2011. Mit einer intensiven Vorbereitung und einem Probeweekend haben die Musikanten gemeinsam mit dem Dirigenten Markus Hoppe ein abwechslungsreiches Programm erarbeitet. Dem Publikum gefiel der Vortrag der Döttinger Musikanten, was man aus den vielen Feedbacks entnehmen konnte.

 Am 22. Mai wurde das Mitglied Marco Braccini am Musiktag in Seon zum Eidgenössischen Veteranen ernannt.

 Das Platzkonzert beim Altersheim musste aufgrund des Wetters nach innen verschoben werden. Trotzdem fanden viele Zuhörer den Weg ins Altersheim und man genoss einen schönen Abend. Das anwesende Schweizer Fernsehen band die MG Döttingen in Ihre geplante Reportage über das Winzerdorf Döttingen mit ein.

In der zweiten Jahreshälfte unternahm die Musikgesellschaft Döttingen eine Reise ins deutsche Döttingen. Zusammen mit dem Winzerfest-OK besuchte man das gleichnamige Dorf in Döttingen. Mit einem tollen Konzert in der Festhalle durfte die MGD das lokale Feuerwehr-Fest eröffnen.

Auf Ende September hin, nahm die MG Döttingen dann am Winzerumzug in Neuenburg statt. Zusammen mit Kollegen der MG Koblenz bestritt man diesen interessanten Umzug.

Das Winzerfest 2011 fand zum 60.Mal statt. Die MGD konnte Ihren Trompetenkeller nochmals an dem angestammten Platz (Fermii-Huus) durchführen. Der Kühlwagen war jedoch verantwortlich für einige Zusatz-Arbeiten, da er kurz vor Festbeginn seinen Dienst verweigerte.

Bei schönem Wetter ging en die Döttinger Musikanten beim Umzug voran. Wie gewohnt durfte Sie auch dieses Jahr wieder auf die Unterstützung der Kleindöttinger zählen.

Das Herbstkonzert fand am 29.10.2011 statt. Vor ausverkauftem Haus durften wir unser unterhaltsames Programm zum Besten geben. Man sah den Döttinger Musikanten an, dass Sie Freude auf der Bühne hatten.

Im Anschluss an das Konzert wurde mit dem Theater „ ÄLPLERMAGGRONE“ wieder von der Theatergruppe Lacher am Laufmeter im Saal gesammelt.

2012


An der 148.Generalversammlung wurde der komplette Vorstand für eine weitere Periode von 2 Jahren im Amt bestätigt.

Mit dem Konzert in der Kirche am Palmsamstag stand das erste Highlight im Jahr auf dem Programm. Die MGD durfte sich über eine wachsende Zuschaueranzahl freuen.

Zusammenkünfte unter dem Jahr waren der Weisse Sonntag am 15.04., Die Begleitung der Raiffeisen GV, sowie das Helferfest in der Fischerhütte Döttingen.

Das Platzkonzert am 14.06.2012 fiel wortwörtlich ins Wasser. Spontan und flexibel konnten wir aber die zahlreichen Zuschauer im trockenen Altersheim mit einem Platzkonzert erfreuen.

Die Musikgesellschaft durfte auch den offiziellen Festakt des in Döttingen stattfindenden Nordwestschweizerisches Schwingfest mitbegleiten.

Mit unseren Sennenkutteli durften wir am Winzerfest wieder vorne mitlaufen. Wie immer konnten wir auf die Unterstützung unserer Kollegen aus Kleindöttingen sowie von der Polizeimusik Zürich-Stadt zählen.

Die Vorbereitung auf das Herbstkonzert lief sehr harzig und der Probenbesuch liess zu wünschen übrig. Das Konzert fand trotzdem in der vollgefüllten Turnhalle einen guten Anklang beim Publikum.

Martin Wäger

2013

Die Musikgesellschaft Döttingen hat Geburtstag und darf im Jahr 2013 den 150. Geburtstag feiern.

Dieses Jubiläum wird gefeiert und zwar bereits zu Beginn des Jahres. Man gestaltet den Neujahrs-Apero der Gemeinde mit. Das Konzert in der Kirche wird zusammen mit dem Männerchor Döttingen-Endingen aufgeführt.

Das Platzkonzert im Sommer wird dieses Jahr zur PIAZZA. Bei schönstem Wetter durfte der Verein befreundete Musikverein und eine grosse Besucheranzahl auf dem Schulhausplatz begrüssen. Ein rundum gelungener Anlass.

Im Sommer begibt man sich auf eine Vereinsreise in den Kanton Fribourg und liess es sich gut gehen. Ebenso nützte man die Chance an dem Helferfest allen Unterstützer der MGD zu danken.

Den Umzug am Winzerfest bestritt man gemeinsam mit der MG Leibstadt und der eigens kreierte Jubiläumswein zierte als Sujet den Winzerfestwagen der MGD.

Im Herbst stand das Highlight auf dem Jahresprogramm. Am Herbstkonzert wurde die Jubilee-Suite uraufgeführt. Sie entsprang der Feder des Ehrendirigenten Andreas Spörri. Er liess es sich auch nicht nehmen, diese gleich auch selbst zu dirigieren. Ein toller Abend bei dem der grosse Geburtstag gebührend gefeiert wurde.

Martin Wäger


 

Wer diese Zeilen gelesen hat, bekommt eine Ahnung , wie vielseitig die Musikgesellschaft Döttingen für das Kulturleben der Gemeinde gearbeitet hat.


1987 - 1999

Rückblende aus den Jahresberichten der Vereins-Präsidenten 1987 - 1999

1987  

Ein reich befrachtetes Jahr mit 104 Zusammenkünften.

Es fand ein Geburtstagsständchen bei minus 9 Grad statt. Ein Härtetest an die Bläser.  Am 20. Juni wurden 3 Diakone in unserer Gemeinde zu Priestern geweiht. Wir konzertierten auf dem Kirchenplatz.  Am 15. November konnte Pfarrer Willi Deck sein 15-jährige Amtszeit in Döttingen feiern. Wir spielten zu seinen Ehren.

Zum Auftakt auf das kommende Jubiläumsjahr "125 Jahre Musikgesellschaft Döttingen" fand am 12. Dezember in der Turnhalle die Delegiertenversammlung des Aarg. Musikverbandes statt. Die Turnhalle war mit 532 Personen fast überbesetzt.

1988  

Jubiläumsjahr "125 Jahre MGD"

Der Ehrendirigent, Andreas Spörri, ersetzt als Interimslösung für den zurückgetretenen Dirigent, Berno Ruckstuhl, bis zum Ende der Jubiläumsfeierlichkeiten Ende August den Posten des musikalischen Leiters.  Am 14. Mai fand das Jubiläums-Konzert im Beisein eines grossartigen Publikums statt.  Die Festivitäten "125 Jahre MGD" fanden am 26./27./28.. August im Festzelt im "Brüel" statt. OK-Präsident war Alfons Schifferle-Widmer.

Der "Festival-Marsch", komponiert von Andreas Spörri wurde uraufgeführt.  Es war auch der letzte musikalische Auftritt von Alfred Meier-Bugmann, welcher 64 Jahre aktiv musizierte.

Gleichzeit wurde auch ein neues Vereinsbanner eingeweiht. Als Fahnengotte amtierte Emmi Schifferle und als Götti Georges Birchmeier.

Am 28. Oktober fand das Abschlusskonzert des Spiels der Inf RS 205/88 aus Aarau in der prallgefüllten Turnhalle statt.

1989  

Zu Ehren des neugewählten Grossrates, Leo Erne, konzertierten wir am 5. März.  Am 29. April fand das erste Jahreskonzert mit den neugewählten Dirigenten, Reto Näf statt.  Am 1. September nahm der Verein an der Eröffnung "750 Jahre Stadt Klingnau" mit einem "Zehntenwagen" teil.

1990  

Als Novum galt die Probe vom 25. Januar. Das weibliche Geschlecht war mit 8 Anwesenden in Überzahl.  Am 1. Dezember spielten wir dem ältesten Döttiger, Josef Bugmann (Stürmi) zum 95. Geburtstag.

1991  

Am 14. April gaben wir zum Abschied von Pfarrer Willi Deck ein Konzert auf dem Kirchenplatz.  Am 29./30. Juni nahmen wir mit sehr gutem Erfolg am Eidg. Musikfest in Lugano teil.

Am 28./29. September durften wir den Kanton Aargau am Winzerfest in Neuenburg mit Winzerwagen und Marschmusik offiziell vertreten. Es regnete in Strömen.  Infolge Umbau der Turnhalle konnte das Herbstkonzert nicht durchgeführt werden.  Unerfreulich war, dass in diesem Jahr 2 Aktivmitglieder aus dem Verein ausgeschlossen werden mussten.

1992  

Es war festzustellen, dass das Interesse der Mitglieder an den Vereinsaktivitäten nachliess. Es galt auch , die zwischenmenschlichen Beziehungen zu verbessern und die Kameradschaft zu fördern.  Am 13. Juni fand ein Werbekonzert an die Schüler der Mittelstufe an unserer Schule statt. 5 Schüler konnten animiert werden, den nachfolgenden Schnupperkurs auf einem Blechblasinstrument zu besuchen.

In diesem Jahr galt es, die Quartier-Konzerte wieder aufleben zu lassen.

1993  

Unser Ehrenpräsident, Hans Zimmermann, weilte am Jahreskonzert vom 24. April zum letzten Mal unter uns. Zwei Tage danach verstarb er an den Folgen eines tragischen Verkehrsunfalles.  Infolge Abwesenheit des Dirigenten spielten wir unter der Leitung von Andreas Spörri an der Jubiläums-GV der Raiffeisenbank in der Turnhalle.

Die Vereinsreise am 12./13. Juni führte ins Seeland und in die Freiberge.

1994  

Die Zusammenarbeit mit der Jugendmusik Klingnau begann Früchte zu tragen. Es wirken dort 4 Jugendliche mit.  Der Mitgliederbestand ist in den letzten Jahren auf 21 gesunken. Es galt in die Nachwuchsförderung und deren Ausbildung zu investieren. Wir müssen durch guten Probenbesuch und aktive Mitgliederwerbung durch jeden Einzelnen diesen Zustand verbessern.

1995  

Es ist festzustellen, dass der Kommunikationsgedanke in unserer Vereinsgemeinschaft nicht zur Zufriedenheit funktioniert. Aufgrund unseres Wohlstandes wollen viele Vereinsmitglieder eher konsumieren als konstruktiv zum Vereinsleben etwas beizutragen.  Das Herbstkonzert, verbunden mit der Neuuniformierung, fand am 28./29. Oktober in der Turnhalle statt.  Am Palmsamstag, 8. April fand erstmals ein Konzert in der Kirche als Einstimmung in die Karwoche statt. Man hofft eine Tradition aufbauen zu können.

Nach 7-jährigem Wirken demissioniert Reto Näf als musikalischer Leiter.

1996  

Roland Brand aus Hallau wird zum neuen Dirigenten gewählt.  Aufgrund des Dirigentenwechsel können wir am Eidg. Musikfest in Interlaken nicht teilnehmen.  Es ist festzustellen, dass wir uns in den letzten Jahren nach dem guten Abschneiden am Eidg. Musikfest in Lugano auf den Loorbeeren ausgeruht und musikalisch stagniert haben.

Es besteht das Gerücht, dass die MGD mit der MG Kleindöttingen fusionieren werde. Die Verantwortlichen unseres Vereins wissen davon nichts.

1997  

Nach nur 20-monatiger Tätigkeit hat Roland Brand als Dirigent demissioniert. Dirigentenwechsel bringen in de Regel Unruhe in den Verein. Es sind auch Austritte zu verzeichnen. Der Probenbesuch ist auf durchschnittlich 67 % abgesunken.  Der Winzerkeller konnte an der Hauptstrasse vom Tennis-Club übernommen werden. Es handelt sich um einen idealen Standort zum Betrieb des "Trompetenkellers" am Winzerfest.

Infolge Dirigentenwechsel musste auf die Durchführung des Herbstkonzertes verzichtet werden.

1998  

Mit dem neugewählten Dirigenten wurden negative Erfahrung gemacht, sodass er auf eine sofortige Vertragsauflösung verlangte.  Die Besetzung unseres Brass-Band-Korps ist ungenügend, sodass Gastbläser beigezogen werden mussten.

Bis zur Wahl eines neuen musikalischen Leiters mussten Gastdirigenten beigezogen werden.

1999  

Bei der Vorbereitung auf ein Hochzeits-Konzert mit einem anderen Verein haben wir Robert Rüegsegger aus Kleindöttingen kennengelernt. Er wird uns künftig interimsmässig dirigieren.

An der Delegiertenversammlung vom 11. Dezember in Frick wurden Alfons Schifferle-Widmer und Herbert Schneider zu Eidg. Veteranen (35 Jahre aktives musizieren) ernannt. Der Empfang fand im Hotel Monti statt.

1850 - 1986

Geschichtliche Aspekte der Musikgesellschaft von 1850 - 1986

Im Jahre 1850 wurde in Döttingen der erste Pfarrer, HH. J. Villiger, installiert. Vor dieser Installation hatte der Gemeinderat unter anderem beschlossen, es sei den am Gottesdienst beteiligten Musikanten und Sängern von Klingnau ein Essen im Preis von fünf Batzen abzugeben, dazu für jeden ein Mass Wein.

Diese fröhliche Tatsache zeigt uns, dass wohl um die Jahrhundertmitte noch keine eigene Musikgesellschaft in Döttingen bestand, dass es aber die Döttinger schon damals verstanden, den Durst der Musikanten mit Rebensaft zu löschen.

Wohl wie Döttingen kirchlich selbständig geworden war, reifte bald in einigen musikbegeisterten Männern der Wunsch, auch eine eigene Musik zu haben, um damit die eigenen kirchlichen Prozessionen zu begleiten und das weltliche Leben klangvoll zu verschönern,

So wird also im Jahre 1863 in unserem Dorf die erste Musikgesellschaft gegründet. Leider fehlen aus dem ersten Vierteljahrhundert die Protokolle. Doch die erste Vereinsfahne der Musikgesellschaft Döttingen trägt die Jahreszahl 1863. Es muss angenommen werden, dass bereits in diesem Jahr musizierende Männer sich zu einem Blasmusikverein zusammengeschlossen haben. Bald kommen neue Mitglieder dazu. Die Schulchronik aus dem Jahre 1869 hält fest, dass an der Einweihung des neuen Schulhauses am 7. November 1869 der Musikverein und der Männerchor Döttingen mitwirken. Trotzdem der Verein auf ein Dutzend Bläser angewachsen ist, fehlt immer noch ein tüchtiger Meister. Weil unter den Mitgliedern Reibereien aufkommen, trennt man sich im Jahr 1880 in zwei Gruppen. Bei der einen sind die Brüder Emil und Johann Bugmann führend. Emil ist Militärtrompeter. Diese Musik hat den Zunamen „Fränzeli“-Musik. Die andere Musik ist die „Sennen“-Musik, benannt nach ihrem Leiter, Trompeterkorporal Johann Senn.

Im Jahre 1888 begeht Josef Jetzer sein 50-Jahr-Jubiläum als Lehrer von Döttingen. Für die Jubiläumsfeier gelingt es Pfarrer Pfyffer, beide Musikvereine zusammenzuführen unter der Leitung von Lehrer Eduard Zehnder, der im Schulgesang und in der Kirchenmusik schon lange seine Fähigkeiten gezeigt hat.

Im Vorwort zum ersten vorhanden Protokoll schreibt der Aktuar, Gemeinderat Johann Bugmann: „...Jeder musste selbst einsehen, dass es besser klingt, wenn 15 Mann spielen, als wenn nur sechs blasen. Nun zum Guten, Schönen, lasst unsere Musik ertönen!“ Am 16. Januar 1894 wird der „Musikverein Döttingen“ gegründet. Das erste Mitgliederverzeichnis weist bereits 25 Unterschriften auf.

Schon im Februar 1894 wird die Uniformierung beschlossen. Eine Sammlung von Haus zu Haus bringt über 300 Franken ein, und von auswärts wohnende Döttingern werden weiter 220 Franken gespendet. Der Stoff für die Uniformen wird in Baden gekauft und Schneider Keller in Klingnau fertigt daraus Uniformen an für Fr. 6.50 das Kleid. Am Fronleichnamstag, 24. Mai, ziehen die Musikanten in der neuen Uniform morgens vier Uhr durchs Dorf und blasen Tagwache. Die Prozession begleiten sie musizierend und ziehen von 12 bis 13 Uhr spielend durchs Dorf und feiern schliesslich die Uniformierung im Gasthof des Josef Schifferle.

Im Sommer des Jahres 1894 musiziert der Verein an drei Sonntagnachmittagen im „Hirschli“ in Baden. Knecht, Zieglers, besorgt jedes Mal mit zwei Pferden den Transport dorthin. Im September begleiten die Musikanten die Schützen an die Fahnenweihe in Oberendingen. Gegen Bezahlung und Bewirtung werden sie auch von Wirten in Zurzach, Koblenz und Döttingen eingeladen.

Im Januar 1895 führen der Gemischte Chor und der Musikverein einen Unterhaltungsabend durch und an der Fasnacht wird das Theaterstück „Die Schweizer in Neapel“ aufgeführt. Zum Sängerfest in Tegerfelden wird der Musikverein Dötttingen als Festmusik engagiert. Am 24. August 1895 machen Musikverein, Gemischter Chor und Männerchor gemeinsam einen Ausflug auf die Habsburg.

In der Fasnachtzeit 1896 führt man die „Genoveva“ im „Ochsen“-Saal auf. Im Herbst 1896 werden die Statuten revidiert, der Vorstand vergrössert und Passivmitglieder aufgenommen. Der Verein nennt sich von jetzt an „Musikgesellschaft Döttingen“. Als 20. Mitglied tritt diese im gleichen Jahr dem Aargauischen Musikverein bei. Am Silvesterabend musiziert der Verein vor dem Hause des Direktors und schenkt ihm aus Dankbarkeit ein Korbmöbel. In den Fasnachtstagen wird das vielgenannte Schauspiel „Räuber auf Maria Kulm“ aufgeführt. Die Musikgesellschaft Döttingen ist durch ihre guten Leistungen bekannt geworden und wird deshalb 1897 eingeladen zum ostschweizerischen Offiziersfest in Zürich, als Festmusik am Jugendfest in Oberendingen und zur Schulhauseinweihung in Schneisingen und zeigt ihr Können am kantonalen Musiktag in Brugg.

Anfang 1914 beschliesst die Musikgesellschaft eine Neuinstrummentierung und führt bei der Dorfbevölkerung eine Geldsammlung durch. Am Neujahrstag 1915 gibt man mit den neuen Instrumenten begeistert ein Konzert, das der Männerchor „Frohsinn“ gesanglich auflockert.

Gegen Ende 1919 bricht eine unerwartete Vereinskrise aus, weil ein beschlossenes Theaterstück aus Deutschland nicht mehr geliefert werden kann. Grobe Vorwürfe fallen. In der Folge tritt der sonst eifrige Präsident Josef Zimmermann zurück, und zwei Monate später demissioniert auch Lehrer Seiler als Dirigent. Unter der neuen Direktion von Trompeterfeldweibel Josef Egloff nimmt die Musikgesellschaft am 30. Mai 1920 erfolgreich am Kantonalen Musikfest in Muri teil.

Am Morgen des 14. Mai 1922 erschallt die Tagwache und Böllerschüsse künden das Fest der Fahnenweihe der Musikgesellschaft und des Veloclubs an. Einen zweiten Höhepunkt des Jahres 1922 bildet das Internationale Musikfest in Kleinhüningen, das die Döttinger besuchen und an dem sie für ihre Leistung das Maximum an Punkten erreichen. Im Juli 1923 leben die Döttinger drei Tage lang am Eidg. Musikfest in Zug. Ohne grosses Fest kleidet sich die Musikgesellschaft im Jahre 1925 in neue Uniformen. Da am 8.Mai 1929 die Probe wieder einmal schlecht besucht ist, erklärt der Dirigent Egloff seine sofortige Demission. Musikdirektor Gassmann, Zurzach, übernimmt interimistisch die Leitung. Im April 1930 wird E. Rudigier aus Horheim gewählt. Doch 1932 ist man erneut auf der Suche nach einem neuen Dirigent. Am 10.November 1937 wird Franz Jetzer als Dirigent gewählt. Ueber 17 Jahre leitet er nun die Musikgesellschaft Döttingen. Während des zweiten Weltkrieges ist die Vereinstätigkeit gering. Seit 1942 wird den Achtzigjährigen zum Geburtstag ein Ständchen gegeben. 1947 kehrt der Verein mit einem Lorbeerkranz 1. Klasse vom Kantonalen Musiktag in Mellingen heim. Ein glanzvolles Fest ist am 21. August 1949 die Einweihung der neuen swissairblaugrauen Uniform. 1953 beschliesst die Gemeindeversammlung einen Beitrag von 12000 Franken an die Neuinstrumentierung. Nachdem die Musikgesellschaft am 23. August 1958 anlässlich der Einweihung des Schulhauses Bogen aufgespielt hat, ist tags darauf ihr grosser Tag der Fahnenweihe. Am 13./14. Juni 1959 hat Döttingen die Ehre, mit Klingnau zusammen das Kantonale Musikfest durchzuführen. Zu Beginn des Jahres 1963 demissioniert der bisherige Dirigent Walter Häfeli. Sein Nachfolger wird Hans Müller. Zwei glanzvolle Tage erlebt unser Dorf am 24. und 25. August 1963. Wir feiern das Jubiläumsfest 100 Jahre Musikgesellschaft Döttingen und die Uniformeinweihung. Nach der geänderten Statuten werden seit 1974 auch Mädchen in die Musikgesellschaft aufgenommen. Im August 1977 werden die neuen Uniformen, blaue Kittel und Mützen, schwarze Hosen, eingeweiht. Während zweieinhalb Jahren dirigiert dann Urs Dellsperger von Bremgarten die Döttinger Musikgesellschaft. Mit Neujahr 1980 nimmt der 21jährige Andreas Spörri von Untersiggenthal seine Tätigkeit als Dirigent auf. Am 21. Juni 1986 findet in der überfüllten Turnhalle das Abschiedskonzert mit Andreas Spörri statt. Nächster Dirigent ist Berno Ruckstuhl. Mit den Proben, Versammlungen und Sitzungen kommen die Musikanten im Jahr oft auf 100 Zusammenkünfte.