Wenn zwei Musikvereine zusammen spannen

Döttingen-Leibstadt - Gemeinsam geht’s besser und macht viel mehr Spass. So lautet das übereinstimmende Fazit der jungen Musikantinnen und Musikanten Franziska Weiss (Cornet, MGL), Thomas Schmid (Percussion, MGL), Xena Müller (Cornet, MGD), Patrick Pfister (Percussion, MGD) und Nicola Knecht (Cornet, MGD). Sie gehören zu den jüngsten von insgesamt 29 Musikantinnen und Musikanten der Spielgemeinschaft Döttingen-Leibstadt und stecken mitten in den Vorbereitungen fürs Herbstkonzert am kommenden Samstag in der Turnhalle Bogen.
Realistisch stellen alle fünf fest, dass es ohne die Kameradinnen und Kameraden des je anderen Vereins nicht mehr möglich sei, interessante, anspruchsvolle Musikstücke zu spielen. Es klingt viel besser, wenn wir zusammen musizieren und die Probenarbeit ist interessanter, sind sie sich einig. Ein Vorteil sei auch, dass auf das gemeinsame Instrumentarium beider Vereine zurückgegriffen werden kann. Das ermögliche besonders dem Percussionsregister grössere Gestaltungsvielfalt. Die Spielgemeinschaft sei auch in puncto Kameradschaft eine gute Erfahrung. Es gibt mehr Kontakte und die gegenseitige Unterstützung erleichtere vieles. Für die Proben haben die beiden Vereine eine Regel getroffen. Beide Probenorte werden abwechslungsweise berücksichtigt.

Wünsche haben die fünf jungen Musikantinnen und Musikanten schon an die Zukunft der Spielgemeinschaft. Es braucht in beiden Vereinen wieder mehr Mitglieder. Das sollen Junge aber auch erfahrene Ältere sein. Denn – darin sind sich die fünf Befragten einig – Junge verlassen eher das Dorf. Und mehr Mitglieder für jeden Verein sind gut, damit die kleineren Anlässe in der eigenen Gemeinde  musikalisch wieder besser bewältigt werden können.
Interessierte sind herzlich willkommen. Nähere Informationen sind bei den Vereinsmitgliedern, auf dieser Webseite sowie auf der Webseite der MGL erhältlich.

Daniel Muntwyler, Präsident der Musikgesellschaft Leibstadt, und Fabian Bugmann, Präsident der Musikgesellschaft Döttingen, teilen die Wahrnehmungen der jungen Mitglieder. Die Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre Spielgemeinschaft hätten bewiesen, dass diese Form der Kooperation das Beste sei, was die Vereine aus ihrer je aktuellen Situation heraus machen konnten. Bei vielen Musikantinnen und Musikanten sei die Spielfreude wieder erwacht. Die Zusammenarbeit belebt das Jahresprogramm. Beim Führen der gemeinsamen Vereinsaktivitäten sei allerdings auch Achtsamkeit geboten. Mit Blick auf die Ressourcen der verantwortlichen Leitenden samt Dirigenten und der Mitglieder dürfe das Boot nicht überladen werden. Beide wünschen sich ein Fortbestehen der Spielgemeinschaft. 2017 dürfte dies dazu führen, dass ein weiterer Wunsch der Jungen schon bald in Erfüllung geht: Eine gemeinsame Vereinsreise.

Zum Herbstkonzert am kommenden Samstag um 20 Uhr in der Turnhalle Bogen in Döttingen meinen Franziska, Thomas, Xena, Patrick und Nicola:  Bei uns gibt es feines Essen, unterhaltsame, fetzige Musik, lustiges Theater und tolle Gewinne beim Schätzspiel. Wer will da noch zu Hause bleiben?

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